Fakultät für Chemie und Pharmazie

Preise für gute Lehre: Drei Auszeichnungen für die LMU

Die drei Gewinner des Preises für gute Lehre: Professor Reinemann, Professor Daumann und Dr. Diegritz (von links) zwischen Wissenschaftsminister Sibler und Vizepräsident für Lehre der LMU Professor Jahraus. Foto: Universität Passau/Weichselbaumer

Jedes Jahr nominieren Studierende aus ganz Bayern Dozentinnen und Dozenten, die sich besonders in der Lehre hervorgetan haben. Bei der Verleihung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst erhielten nun zwei Wissenschaftler und eine Wissenschaftlerin der LMU den Preis für gute Lehre 2019.

 

Professor Carsten Reinemann
Sozialwissenschaftliche Fakultät

Carsten Reinemann ist Professor für Kommunikationswissenschaften mit dem Schwerpunkt politische Kommunikation. Seine Lehrveranstaltungen erhalten Jahr für Jahr Bestnoten in der Evaluation durch Studierende. Besonders schätzen die Hörer seiner Vorlesungen, dass er stets aktuelle Bezugspunkte aus Gesellschaft und Politik in seine Vorträge einbindet. So schreibt einer der Studierenden: „Die praktischen Beispiele und Videos zur Auflockerung waren immer gut gewählt und hatten gute Bezüge zum Thema. Auch die Erklärungen von Herrn Reinemann waren sehr anschaulich und er hat die Vorlesung generell sehr unterhaltsam gestaltet, sodass man Spaß am Lernen hatte (übrigens auch top Folien). Insgesamt 10/10, would recommend ;)“. Darüber hinaus führt Reinemann mit seinen Studierenden regelmäßig Workshops durch. Aus diesen Seminaren entstanden bereits Präsentationen und Veröffentlichungen, die von Fachgesellschaften ausgezeichnet wurden.

Professor Lena Daumann
Fakultät für Chemie und Pharmazie

Den Preis für gute Lehre erhält Professor Lena Daumann nicht nur wegen ihrer „sehr anschaulichen Vortragsart“ und „einer Fülle an Beispielen aus dem Alltag“. Ihre Bemühungen, die traditionellen Vorlesungsstrukturen aufzubrechen, führen bei ihren Studierenden dazu, dass „der Vorlesungssaal bis zur letzten Stunde im Semester sehr gut gefüllt ist“. Durch den Einsatz digitaler Hilfsmittel wie der Socrative-Quiz-App können Teilnehmer während der Vorlesung ihren eigenen Wissensstand überprüfen und aktiv Lehre mitgestalten. Die Professorin am Department Chemie gehe darüber hinaus auf die Interessen der Studierenden ein und konzipiere regelmäßig ihre Vorlesungen dahingehend. Zuletzt betonen die Studentinnen und Studenten den interdisziplinären Lehransatz von Professor Daumann. Sie schlage Brücken zwischen vermeintlich getrennten Bereichen der Chemie und helfe so, strikte Kategorisierung abzulegen.

Dr. Christian Diegritz
Medizinische Fakultät

Bereits seit elf Jahren ist Dr. Christian Diegritz an der Poliklinik für Zahnerhaltung tätig. Unter seinen Studierenden gilt er als „Innovator“ im Lehrbetrieb. Besonders hervorgehoben werden seine E-Learning-Projekte. Im Rahmen des Onlinekurses Endodontologie 4.0 bringt Diegritz den Kursteilnehmern anhand von Lehrvideos und praxisnahen Fallbeispielen komplexe Behandlungsmethoden näher. „Wir finden, dass diese Art der Lehre einen sehr hohen Lernerfolg erreicht und sind begeistert von dieser Innovationskraft“, sagen die Studierenden über das Angebot. Ebenso wird Diegritz' Engagement in dem Projekt der Virtuellen Hochschule Bayern „Arzt-Patient-Kommunikation“ gewürdigt. Angehende Zahnärzte werden hier unter anderem im Hinblick auf Angstpatienten ausgebildet und sensibilisiert. Die Studierenden sollen lernen, ihr eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen und an die Patienten anzupassen. In den Augen der Studierenden stellt diese Art der Ausbildung eine „wichtige Bereicherung“ dar.

Die Preise für Gute Lehre werden vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst bereits zum 20. Mal vergeben. Die Preisträgerinnen und -träger werden von ihren Heimatuniversitäten vorgeschlagen, wobei die Beurteilung seitens der Studierenden eine wichtige Rolle spielt. Voraussetzung für die Verleihung ist eine herausragende Lehrleistung über die Dauer von mindestens zwei Studienjahren. Der Preis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Jedes Jahr gehen drei Preise an die LMU, jeweils zwei an die Technische Universität München sowie die Universitäten Erlangen, Würzburg und Regensburg und jeweils ein Preis geht an die Universitäten Bamberg, Bayreuth, Augsburg und Passau.