Fakultät für Chemie und Pharmazie

PHOENIX verleiht den „Oscar der Pharmazie“

München, 07.12.2020

Mit dem PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis zeichnet der Pharmagroßhändler PHOENIX innovative und herausragende Arbeiten in der pharmazeutischen Forschung aus. Der Preis wurde in diesem Jahr zum 23. Mal vergeben – dotiert mit insgesamt 40.000 Euro.

 

eim PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis reichen Forscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Beiträge in vier Kategorien ein. Eine unabhängige Jury unter der Leitung von Professor Dr. Jörg Kreuter, Goethe-Universität Frankfurt, begutachtet die eingereichten Arbeiten und vergibt die Preise in den Fachbereichen Pharmakologie und Klinische Pharmazie, Pharmazeutische Chemie, Pharmazeutische Technologie und Pharmazeutische Biologie.

Neben den Preisträgern für Pharmakologie und Klinische Pharmazie (Prof. Hans-Uwe Simon, Universität Bern, Pharmazeutische Chemie (Prof. Bernhard Wünsch, Universität Münster) und Pharmazeutische Biologie (Prof. Shu-Ming Li, Universität Marburg) wurde dieses Jahr Frau Prof. Olivia Merkel von der LMU München für ihre Publikation „Coming in and Finding Out: Blending Receptor-Targeted Delivery and Efficient Endosomal Escape in a Novel Bio-Responsive siRNA Delivery System for Gene Knockdown in Pulmonary T Cells“ (Veröffentlicht in: Advanced Therapeutics 2, 7, 2019)  im Fach Pharmazeutische Technologie mit dem Phoenix Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

In der prämierten Arbeit werden therapeutische Ansätze für die RNA-Interferenz (RNAi) beschrieben, welche das Potential zur selektiven Stilllegung von krankheitsverbundenen Genen in bestimmten Zelltypen bietet. Die Umsetzung davon in der klinischen Routine ist jedoch durch den Mangel an geeigneten Trägersystemen für therapeutische siRNA, die diese Gene stilllegt, noch mit vielen Hürden verbunden. Das Forschungsteam entwickelte nun ein neuartiges verbessertes siRNA-Delivery-System. Die Publikation hat vor allem zum Ziel, die angestrebte T-Zell-Transfektion in der Lunge zu optimieren, um bessere Asthma-Therapien zu entwickeln, die den Grund der Krankheit und nicht nur die Symptome bekämpfen. Außerdem haben die Ergebnisse auch große Bedeutung für die T-Zell-Therapie mittels CAR-T-Zellen und für den Bereich des T-Zell-Engineerings.

Anstelle der Preisverleihung im Rahmen einer Gala wurde der Preis den Wissenschaftlern in diesem Jahr in kleinem Rahmen an den Universitäten überreicht. Ein Kamerateam begleitete die Preisverleihung in München, und der entstandene Filme bietet Einblicke in die Forschung der Preisträgerin.