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Der elegante Weg zum Krebswirkstoff - Berkeley-Forscher wechselt an die LMU

Professor Dirk Trauner, zuletzt an der University of California, Berkeley, hat eine Professur für Chemische Biologie und Genetik an der Ludwig-Maximilians- Universität (LMU) München angetreten. Er wird hier seine Arbeit an der Produktion biologisch aktiver Naturstoffe mittels biomimetischer Synthese vor allem im Rahmen des Exzellenzclusters „Center for Integrated Protein Science Munich“ (CIPSM) fortführen. Mit Hilfe dieses Ansatzes können Substanzen aus der Natur produziert werden, indem natürlich ablaufende Produktionsschritte im Labor nachgeahmt werden. Diese Herangehensweise führt nicht selten zu eleganteren und effizienteren Synthesewegen. „Wir wollen Immunsuppressiva produzieren, also Substanzen, die nach einer Organverpflanzung und auch bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden“, so Trauner. „Daneben sind wir auch an Krebswirkstoffen interessiert.“ Das zeigt nicht zuletzt eine eben online veröffentlichte Untersuchung im Fachmagazin „Nature Chemical Biology“: Einem Forscherteam gelang darin unter der Leitung von Trauner die biomimetische Synthese der beiden IDO-Inhibitoren Exiguamin A und B. Diese Substanzen, die in einem marinen Schwamm vorkommen, verfügen über ein einzigartiges chemisches Gerüst und eine wichtige Eigenschaft: „Beide Wirkstoffe hemmen das Enzym IDO, das Tumorzellen vor der körpereigenen Immunabwehr schützt“, so Trauner. „Die Inhibitoren könnten also möglicherweise eine wichtige Rolle in der Krebstherapie spielen – und zwar bei einer ganzen Reihe von Tumorerkrankungen.“

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der LMU.